Der diesjährige Jour-Fix des Österreichischen Sommelierverbands (OESOV) erwies sich als magischer Anziehungspunkt. Immer mehr Sommeliers sehen im Erfahrungsaustausch sowie in der Weiterbildung einen wichtigen Teil ihres Berufsbildes und engagieren sich bei gemeinsamen Aktivitäten.
Der Sommeliertag auf einen Blick:
Weingutsbesuch bei Emmerich Knoll | Abendessen mit Blindverkostung aus Großflaschen im Restaurant Wein-Gut Hutter | Verkostung der Sommelierweine Neuburger Domäne Wachau & St. Laurent Weingut Reinisch | Blindverkostung internationaler Weißweine | Vortrag & Verkostung Saint Joseph und Crozes-Hermitage mit Rhône-Experte Sascha Speicher | Update aus der Sommelerie Deutschlands | Diskussion & Präsentation des neuen Sommelier-Tresterbrands von Hans Reisetbauer | Internationales Käsebuffet von Hans-Peter Chisté
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Der diesjährige Jour-Fix des Österreichischen Sommelierverbands (OESOV) erwies sich als magischer Anziehungspunkt. Immer mehr Sommeliers sehen im Erfahrungsaustausch sowie in der Weiterbildung einen wichtigen Teil ihres Berufsbildes und engagieren sich bei gemeinsamen Aktivitäten.
Der Sommeliertag im Überblick:
Weingutsbesuch bei Emmerich Knoll | Abendessen mit Blindverkostung aus Großflaschen im Restaurant Wein-Gut Hutter | Verkostung der Sommelierweine Neuburger Domäne Wachau & St. Laurent Weingut Reinisch | Blindverkostung internationaler Weißweine | Vortrag & Verkostung Saint Joseph und Crozes-Hermitage mit Rhône-Experte Sascha Speicher | Update aus der Sommelerie Deutschlands | Diskussion & Präsentation des neuen Sommelier-Tresterbrands von Hans Reisetbauer | Internationales Käsebuffet von Hans-Peter Chisté
Seit einigen Jahren forciert der OESOV konsequent die Vernetzung der heimischen Sommeliers und deren Weiterbildung. Der diesjährige Sommeliertag lockte mehr Teilnehmer denn je zum großen Branchenmeeting. Gastgeber war die Domäne Wachau in Dürnstein. Dem gesamten Team rund um Geschäftsführer Roman Horvath (MW) und Kellermeister Heinz Frischengruber möchten wir hiermit nochmals ein herzliches Dankeschön für die tolle Gastfreundschaft und die großartige Organisation aussprechen.
Bereits am Vorabend trafen sich die ersten Teilnehmer zum Besuch des Weinguts Knoll in Unterloiben. Emmerich Knoll führte persönlich (Sonntag Nachmittag!) durch die neuen Keller- und Verkostungsräume, welche direkt an die alten Kellergewölbe angrenzen. Zur Verkostung wurden verschiedene Faßproben des Jahrgangs 2014 gereicht, die teilweise mit dem Vorgängerjahrgängen verglichen werden konnten. Knolls Resümee zum Jahrgang 2014: Schwierige Jahrgänge wie dieser betreffen vor allem die Winzer. Denn sie können nur beste Trauben verarbeiten und nur erstklassige Weine füllen – bei teilweise großen Einbußen in der Menge.
Am Abend wurde ein gemeinsames Menü im Restaurant Wein-Gut Hutter in Krems zelebriert, bei dem zahlreiche, internationale Weine (die meisten in Magnums und größeren Gebinden) von Roman Horvath und seinem Team blind kredenzt wurden. „Blind verkosten macht immer demütig“, meinte dazu OESOV Präsidentin Annemarie Foidl.
Der Sommeliertag am Montag begann mit einführenden Worten von Gastgeber Roman Horvath. Anschließend informierte Annemarie Foidl über die kommenden, wichtigsten Aktivitäten und Projekte (Sommelier-Camp, EM 2017 in Wien,…). Auch die Bedeutung kompetenter Sommeliers in der Gastronomie und deren Stellenwert im Verband hob sie einmal mehr hervor. Weiter ging es mit einer Blindverkostung internationaler Weißweine, ausgewählt und moderiert von Roman Horvath: E. Guigal Condrieu 2012, Château Carbonniere Blanc 2006 und Riesling Alte Reben Van Volxem 2010. Eine spannende, internationale Auswahl die man als Sommelier erkennen „müsste“. Auch die Frage, ob gereifter Grüner Veltliner aus Österreich im internationalen Vergleich standhält, wurde sensorisch dargestellt.
Als nächsten Punkt präsentierte Heinz Frischengruber drei verschiedene Chargen des Neuburger-Sommelierweins und reflektierte anhand dessen den Jahrgang 2014. Erfreulicher Weise hat sich der Sommelier-Wein sehr gut im Handel etabliert, u.a. durch Partner wie Del Fabro, Weinwolf, Döllerer und Gottardi.
Sascha Speicher’s Vortrag über die Rhône Gebiete Saint Joseph und Crozes-Hermitage mit kommentierter Verkostung zählte zu den Highlights der Veranstaltung. Seine Präsentation war gewohnt kompetent und fokussiert auf das Wesentliche, die Weine dazu aufschlussreich und spannend (siehe Fotogalerie). Dem folgte ein Mittagessen im Kellerschlössl der Domäne Wachau mit kurzer Kellerführung durch Heinz Frischengruber.
Erfrischt ging es am Nachmittag weiter mit einer St. Laurent Verkostung von Hannes Reinisch. Im Vordergrund stand der Sommelierwein Edition IV, zudem präsentierte er auch Vertikalen der Lagen Holzspur und Frauenfeld. Eine recht rege Diskussion entwickelte sich schließlich Sascha Speicher’s Einblick in die Szene der deutsche Sommelerie. Vor allem die Themen glasweiser Ausschank, Auswahl der Weinbegleitung zu Menüs und die Kunst, sich mit gereiften Weinen zu profilieren (und diese zu kalkulieren) regten die Diskussion an. Ein exzellentes Käsebuffet mit internationaler und perfekt gereifter Auswahl, bildete den stilvollen Ausklang. Hierfür bedanken wir uns ganz herzlich bei Hans-Peter Chisté vom Verein Raffinesse.
Fazit: Ein erkenntnis- und erfahrungsreicher Tag, bei dem auch die Möglichkeit zum gegenseitigen Austausch und Netzwerken reichlich genützt wurde!
Danke an alle, die zum Gelingen beigetragen haben!
Fotocredits: Dörte Steiner, Walter A.H. Schwarz, Dagmar Gross
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